Beim heutigen Intermezzo der 13Dinge geht es um das Ausprobieren weiterer nützlicher Helferlein: Bookmarklets – mit Miniprogrämmchen angereicherte Bookmarks namens „DirektBloggen“ und „SnipURL“.

Das Einrichten im Browser war einfach. Beim Ausprobieren von DirektBloggen stieß ich aber auf das Phänomen, dass beim Zitieren aus dem 13Dinge-Blog der URL nicht ins DirektBloggen-Fenster übernommen wurde. Sehr seltsam. Vermutlich liegt die Ursache – wie meist beim Anwender – vielleicht klärt sich das Rätsel noch. Das Screentoaster-Video habe ich mir inzwischen bestimmt 10mal angesehen – leider ohne weiteren Erkenntnisgewinn.

Etwas ratlos machte ich mich auf die Suche nach einem anderen Zitat auf einer anderen Website. Und siehe da: Es geht doch!

Neues von Zotero

Die Nutzer des Firefox Add-on Zotero dürfen sich über einige neue Integrationen freuen. Der Bibsonomy Blog berichtet, dass es nun möglich ist, Literaturhinweise aus Bibsonomy in Zotero zu exportieren. Ruft man seinen Bibsonomy Account auf, erscheint oben in der Adresszeile das Symbol für Zotero zum anklicken und man kann in der dann angezeigten Liste die gewünschten Literaturhinweise zum Export in Zotero auswählen.

Auch die wissenschaftliche Spezialsuchmaschine BASE der UB Bielefeld hat Zotero nun integriert, so dass man Suchergebnisse von BASE direkt in Zotero übernehmen kann. Mehr zu Zotero auf der Seite von Zotero selbst oder bei ResourceShelf „Die 7 Dinge, die man über Zotero wissen sollte.”

via Neues von Zotero.

Wo jetzt der Unterschied liegt, ist mir immer noch nicht klar. Ich bin bei beiden DirektBloggen-Versuchen gleich vorgegangen.

Und da ich nun so schön am Abarbeiten bin, schicke ich gleich noch den kurzgeschnippelten URL des Zitats hinterher: http://snipurl.com/bpozt [recherchenblog_ch]

Hm. Jetzt ist die Webadresse zwar schön kurz, aber ich hätte erwartet, dass der URL beim Kopieren des Kürzels in den Blog direkt als Link erscheint. Ich musste den Link aber noch selbst erstellen. Entweder erwarte ich hier zuviel oder ich habe etwas übersehen…

Inzwischen habe ich begonnen, mich den Wikis zu widmen und habe mich ein wenig auf der Seite Zeit zum Lernen umgetan. Dabei habe ich zunächst erstaunt festgestellt, dass es mich echte Überwindung kostet, einfach so in den Texten der anderen TeilnehmerInnen herumzufuhrwerken. Seltsamerweise habe ich das tatsächlich irgendwie als brachial empfunden. Anschließend stellte sich die Frage, ob und wie ich meine Änderungen kenntlich machen muss. Gibt es dafür eine eigene Netiquette? Oder ändert man einfach munter drauflos und andere „Urheber“ machen die Änderungen wieder rückgängig, wenn’s ihnen nicht gefällt? Oder stellt sich dieses Problem in der Praxis womöglich gar nicht???

Lektion 10 der 13dinge zum Thema „Tagging“ führt mich zu Delicious, einer Web-Anwendung für Social Bookmarking. Zufälligerweise bin ich vor kurzem schon mal über diesen Dienst gestolpert, als ich die Add-ons meines Firefox-Browsers nach nützlichen Helfern durchforstet habe. Allerdings wusste ich damals nicht so genau, was damit anzufangen ist – nach zwei Stunden des Wühlens im globalen Lesezeichenwust bin ich nun ein wenig schlauer.

Delicious ist ein Dienst, den ich ganz sicher ab jetzt nutzen werde. Überzeugt hat mich zum einen die ständige Verfügbarkeit der eigenen Lesezeichen durch die Unabhängigkeit vom eigenen PC. Zum anderen finde ich die angebotenen Recherchemöglichkeiten äußerst sinnvoll. Die Bookmarks mit Schlagworten zu versehen – neudeutsch Tagging – schien mir zwar erst mal etwas aufwändiger zu sein als mein bisheriges eher grobes Kategoriensystem, aber ich bin damit viel flexibler und auch das nachträgliche Überarbeiten, Ändern und Bündeln einzelner Tags ist sehr komfortabel. Zudem wird Delicious mittels einer Sidebar gut in die Web-Oberfläche meines Firefox integriert.

Im ersten Schritt habe ich meine vorhandenen Lesezeichen importiert und bin noch dabei die Tags zu aktualisieren. Mit der optimalen Schlagwortvergabe experimentiere ich noch, da benötige ich noch etwas Übung ;-)  Als positiv beurteile ich die Möglichkeit, Bookmarks je nach Bedarf auch als nicht-öffentlich markieren zu können. Die eigentliche Arbeit steht dann aber noch bevor: Weiter in den Tag Clouds zu stöbern und zu erkunden, was andere zu meinen Interessengebieten so zusammengesammelt haben. In diesem Zusammenhang ist mir – einziger negativer Punkt – aufgefallen, dass ich beim Übernehmen eines Bookmarks die von einem anderen Nutzer vergebenen Tags nicht automatisch mit übertragen kann. Das wäre oft hilfreich.

Letzter Punkt: Die bei den Entdeckungsaufgaben erwähnten Kollektionen der libraries that del.ici.ous sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie die häufig an wenig prominenter Stelle vor sich hindämmernden und (zumindest laut Umfrage) wenig genutzten Linksammlungen von Bibliotheken einer breiteren Nutzung zugeführt werden könnten!

Lektion 9 „Online-Anwendungen“. Klingt erst mal alles ganz wunderbar. Immer aktuelle Software, kein Installationsaufwand, immer und überall verfügbar. Möglicherweise aber auch für Dritte und möglicherweise ohne dass man etwas davon mitbekommt. Ich stehe solchen Anwendungen grundsätzlich eher misstrauisch gegenüber. Nach der Lektüre der Entdeckungsressourcen, speziell des Wikipedia-Eintrags, der alle möglichen Angriffspunkte von Hackern erläutert, sowie des Artikels aus der c’t fühle ich mich darin bestätigt.

Aber zunächst einmal habe ich mir die beschriebenen Online-Anwendungen kurz angesehen, jedoch darauf verzichtet, mich überall zu registrieren (da halte ich es eher wie dummy50). Google Docs – interessant ist die Möglichkeit der gemeinschaftlichen Bearbeitung von Texten. Das erspart das Hin- und Hergemaile und die damit verbundene Gefahr sich in verschiedenen Textversionen zu verheddern. Diesen Bedarf hatte ich persönlich bisher allerdings noch nicht.

Die Bildbearbeitungsprogramme bieten auf den ersten Blick alles, was man so zum Aufhübschen seiner Fotos braucht. Aber auch hier schiebe ich meine privaten Aufnahmen schon zur bloßen Bearbeitung auf irgendwelche Server. Das mag bei Landschaftsaufnahmen nicht weiter verfänglich sein, aber man fotografiert manchmal ja auch anderes ;-) Bei Splashup light habe ich allerdings die Möglichkeit eines Software-Downloads gefunden. Nur ist das ja keine Online-Anwendung mehr… Komfortabel ist die direkte Verknüpfung mit Photo-Sharing-Diensten wie flickr, Picasa, etc. Und damit ist auch die Zielgruppe klar: Menschen, die ihre Fotos hemmungslos zu flickr hochladen, haben auch kein Problem mit dem (Zwischen-)Speichern bei anderen Online-Diensten.

Eine interessante Lektion und an den Schluss möchte ich folgendes Zitat aus dem bei 13dinge genannten c’t-Artikel „Nie wieder installieren“ stellen: „Stelle nichts online, was du nicht auch am Bahnhof plakatieren würdest.“

… Ärmel hochkrempeln, Maus packen, und los geht’s. Weihnachten, Ferien und jede Menge Arbeit haben ganz schön zugeschlagen und es gibt einiges für mich aufzuholen.

Mit Lektion 8 – den Generatoren – habe ich in der Tat einen spaßigen Abend verbracht. Einige der Seiten habe ich in meine Bookmarks aufgenommen, vielleicht kann man bei Gelegenheit mal eine dröge Präsentation damit aufmöbeln oder einen Hingucker für unscheinbare Bibliothekshomepages fabrizieren ;-)  Wieder einmal finden sich bei näherem Hinsehen doch Verwendungsmöglichkeiten für erst mal relativ sinnlos erscheinende Applikationen.

Bin gerade beim Sichten der anderen Teilnehmerblogs über die lustigen kleinen DoppelMe-Avatare gestolpert, mit denen sich Charlie’s Tante und Literaturanfall bereits ausgestattet haben, und konnte natürlich nicht widerstehen.

Here I am!

avatar2

Vielleicht hätte ich meine Zeit sinnvoller in die Bearbeitung der 13Dinge-Lektionen investiert, mit denen ich derzeit hoffnungslos im Rückstand bin… Egal. Hauptsache die rosa Brille ist groß genug!

Allen Besuchern dieses Blogs ein fröhliches Weihnachtsfest & einen guten Start in ein spannendes Neues Jahr!

Außerdem ein dickes, dickes Danke an die Macher, Betreuer und unermüdlichen Motivatoren der 13Dinge! Auf ein Neues und jede Menge Web 2.0-Schwung in 2009 :-)

"Christmas is coming" von alicepopkorn